Zugang zur Sozialversiche- rungsgerichtsbarkeit (UZH / ZHAW)

Projektleitung: Prof. Dr. Tilmann Altwicker (UZH) und Prof. Dr. Thomas Gächter (UZH)

 

In Kooperation mit Dr. Szilvia Altwicker-Hámori (ZHAW) und Prof. Dr. Julia Dratva (ZHAW)

 

MitarbeiterInnen: Daniel Gerber, Gian Heimann, Petra Koller, Polina Pokrovskaya, Andrea Vuksic, Laura Whittlestone

 

Projektfinanzierung (Teilbeträge): Stiftung für wissenschaftliche Forschung an der Universität Zürich (Projekt-Nr. STWF-20-001) / UZH / ZHAW

 

Das Projekt behandelt Fragen der Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Zusammenhang mit dem Zugang zur Sozialversicherungsgerichtsbarkeit. Konkret gehen wir am Beispiel des Sozialversicherungsgerichts des Kanton Zürichs den Fragen nach, (i) wer beim Gericht klagt im Fall abgelehnter IV-Leistungen und (ii) wovon die Wahrscheinlichkeit des Obsiegens abhängt. Beispielsweise analysieren wir, wie das Alter, die medizinische Diagnose und eine anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführenden mit der Gerichtsentscheidung zusammenhängen. Den Zugang zur Sozialversicherungsgerichtsbarkeit untersuchen wir anhand eines einmaligen Datensatzes, den wir selbst erstellen. Die IV-Rechtsfälle werden dafür teils automatisiert, teils durch manuelles Kodieren für die statistische Analyse quantifiziert. Anhand einer deskriptiven Analyse beschreiben wir, wie sich die Gruppe der Beschwerdeführenden nach demographischen, sozioökonomischen, gesundheitsbezogenen und rechtsbezogenen Aspekten zusammensetzt. Des Weiteren analysieren wir anhand multinomialer logistischer Regressionen den Zusammenhang zwischen demographischen, sozioökonomischen, gesundheitsbezogenen und rechtsbezogenen Faktoren und der verfahrensabschliessenden Entscheidung des Gerichts.

 

Bei diesem Projekt handelt es sich um den dritten Teil eines Gesamtprojekts mit dem Titel «Junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen: Anmeldung bei der Invalidenversicherung, Arbeitsmarktbeteiligung und Zugang zur Sozialversicherungsgerichtsbarkeit: Link.