Publikation Prof. Dr. Mark E. Villiger

1. LEBENSLAUF

 

Geboren am 17.5.1950 in Louis Trichardt/Südafrika; Schweizer Staatsangehöriger (Bürger von Hochdorf/Luzern); Muttersprachen Deutsch und Englisch; andere Sprachen: Französisch (fliessend in Wort und Schrift), Latein und Altgriechisch. Verheiratet mit Frau Bernadette VILLIGER-O'HAGAN (australische/schweizerische Staatsangehörige); Kinder: Patrick *1980 (zurzeit in Zürich), Catherine *1983 (zurzeit in London).

2006 Wahl zum Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in bezug auf Liechtenstein; Amtsantritt am 1.9.2006.
2002-2006 Stellvertretender Kanzler der 3. Sektion am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
1999 Tätigkeit in Bereichen des Personalmanagement und der Verwaltung am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
Seit 1992 Professor (Titularprofessor) an der Universität Zürich (venia legendi für Völker- und Europarecht)
1991-2002 Referatsleiter in der Kanzlei des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, zuvor im Sekretariat der Europäischen Menschenrechtskommission (Verantwortung für Schweizer Fälle; Leiter einer osteuropäischen Sektion)
Seit 1986 Vorlesungen, Übungen und Seminare an der Universität Zürich in den Fächern Völker- und Europarecht sowie im schweizerischen Bundesstaatsrecht
1985-1991 Privatdozent an der Universität Zürich (venia legendi für Völkerrecht und Europarecht); Habilitation bei Herrn Professor Dr. D. SCHINDLER zum Thema „Customary International Law and Treaties“
1983-1991 Juristischer Mitarbeiter im Sekretariat der Europäischen Menschenrechtskommis-sion in Strassburg
1981-1983 Bye-Fellow im Robinson College in Cambridge/Grossbritannien. Stipendium der Universität Zürich zur Vorbereitung der Habilitationsschrift
1978-1981 Assistent an der Universität Zürich bei den Herren Professoren Dr. W. KÄGI und Dr. D. SCHINDLER; Lehraufträge im öffentlichen Recht an der Universität Zürich
1978 Dr. iur. Universität Zürich (Gesamtnote: magna cum laude; Dissertation und Doktorprüfung: summa cum laude); Dissertation bei Herrn Professor Dr. H.U. WALDER zum Thema „Der Auslandschweizer und die schweizerische internationale Zuständigkeit“
1976 Lic. iur. Universität Zürich
1971-1976 Studium der Rechte an der Universität Zürich
1971 Österreichische Staatsmatura; Eidgenössische Maturität (Typus A, mit Latein und Altgriechisch);
1962-1971 Kolleg Stella Matutina, Feldkirch/Österreich
1959-1962 St. John's School, Johannesburg/ Südafrika
1954-1959 Primarschule in Maputo (früher Lourenço Marques)/Moçambique

2. FRÜHERE LEHRVERANSTALTUNGEN AN DER UNIVERSITÄT ZÜRICH (VORNEHMLICH SEMINARE)

 

Auswahl

Recht der internationalen Organisationen
Recht der UNO
Internationale Gerichtsbarkeit (u.a. in Den Haag/NL mit einem Besuch verschiedener internationaler Gerichte)
Universeller Menschenrechtsschutz
Europäische Menschenrechtskonvention
Minderheitenschutz im Völkerrecht
Humanitäres Recht und Menschenrechte
Die Schweiz und das Völkerrecht
Verteidigungsrechte in der EMRK und in der Zürcher StPO
Völkerrecht im Umbruch
Übungen im öffentlichen Recht für Fortgeschrittene
Übungen im Bundesstaatsrecht
Übungen im Europarecht
Vorlesungen im Völkerrecht II (Gewaltverbot, Kriegsvölkerrecht, Humanitäres Recht, Neutralität)
Recht, Gerechtigkeit und Gericht, am Beispiel des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
Kulturelle Vielfalt und Menschenrechte

 

3. VORTRÄGE

Zahlreiche Vorträge an Universitäten und vor Richtern, parlamentarischen Kommissionen, Anwaltsverbänden, Verwaltungsbehörden und privaten Vereinigungen (u.a., Menschenrechtsinstitute) usw.

über Völkerrecht, Menschenrechte und Verfassungsrecht;

in Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Lettland, Liechtenstein, Polen, Rumänien, Russland, Österreich, Schweiz, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn und USA.

2001: Speaker an der Jahresversammlung der American Society of International Law in Washington.

2006: Vorlesungen an der Haager Akademie für Internationales Recht in Den Haag: Frühjahrskurs für Praktiker zum universellen und regionalen Menschenrechtsschutz und zu den Strafrechtsgerichtshöfen im Völkerrecht

Juli/August 2009: Einladung zur Vorlesung im Sommerkurs der Haager Akademie für Internationales Recht zum Thema: 40 Jahre Wiener Vertragsrechts-Konvention . 

4. ANDERE TÄTIGKEITEN

Kurse an der Militärabteilung der ETH zum humanitären Recht und Kriegsvölkerrecht.

Entwurf der Verfahrensordnungen für die Menschenrechtskammer (Gericht) und für die Om- budsperson in Sarajevo in Bosnien/Herzegovina (1997, Umsetzung der Vereinbarungen von Dayton/Ohio).

Erster Kanzler der Menschenrechtskammer in Sarajevo (1997).

Mitglied verschiedener Jurys des RENÉ CASSIN Moot Court in Strassburg und des Telder Moot Court (Vorausscheidung) in Zürich.

1976-1981 Sprachlehrer (Englisch und Deutsch) in der Erwachsenenbildung (Schule für Allgemeine Weiterbildung der Stadt Zürich).

5. PUBLIKATIONEN

(a) Bücher


Commentary on the Vienna Convention on the Law of Treaties, Brill Verlag, 2009, XXXIV, 1057 S.

Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, Schulthess Verlag Zürich:

  • 1. Auflage 1993 (Vorwort von Herrn Professor Dr. D. SCHINDLER), XLI, 469 S.
  • 2. vollständig neu bearbeitete Auflage 1999 (Vorwort von Herrn Bundesrat A. KOLLER) L, 520 S

Customary International Law and Treaties (Habilitation)

  • 1. Auflage: A Study of Their Interactions and Interrelations with Special Consideration of the 1969 Vienna Convention on the Law of Treaties, Verlag Martinus Nijhof 1985, XXXIII, 432 S.
  • 2. vollständig neu bearbeitete Auflage: A Manual on the Theory and Practice of the Interrelation of Sources, Kluwer Verlag 1997 sowie Schulthess Verlag 1997, XXIV, 346 S.

Der Auslandschweizer und die schweizerische internationale Zuständigkeit, Schulthess Verlag Zürich 1978, XXXIV, 244 S. (Dissertation).

(b) Mitherausgeber


L. CAFLISCH/M.E. VILLIGER et al., Liber Amicorum LUZIUS WILDHABER, Engel Verlag Kehl a.Rh. (Deutschland) usw. (2007)

M. DE SALVIA/M.E. VILLIGER (Hrsg.), The Birth of European Human Rights Law. L‘éclosion du Droit européen des Droits de l‘Homme. Liber Amicorum C.A. NØRGAARD, Nomos Verlag Baden-Baden (Deutschland) 1998.

(c) Aufsätze (in chronologischer Reihenfolge)


Der Fall Sutter gegen die Schweiz. Anmerkung zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, SJZ 80, 1984, 180 ff.

Die Wirkungen der Entscheidungen der EMRK-Organe im innerstaatlichen Recht, namentlich in der Schweiz, ZSR 104/I, 1985, S. 469 ff.(Habilitationsvortrag).

Die Billigkeit im Völkerrecht, Archiv des Völkerrechts 25, 1987, 174 ff.(Antrittsvorlesung).

Expulsion and the right to respect for private and family life (Article 8 of the Convention): An introduction to the Commission`s case-law, in: MATSCHER/PETZOLD (Hrsg.), Protecting Human Rights: The European Dimension, Studies in honour of G.J. WIARDA, Köln usw. 1988, S. 657 ff.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Belilos gegen die Schweiz, recht 7, 1989, S. 59 ff.

Die Unterstellung eines Staatsvertrags unter das Referendum. Verfassungsauslegung und –wan-del am Beispiel von Art. 89 Abs. 3–5 BV, in: HALLER/KÖLZ/MÜLLER/THÜRER (Hrsg.), Im Dienst an der Gemeinschaft. Festschrift für D. SCHINDLER, Basel/Frankfurt a. M. 1989, S. 799 ff.

Die Pflicht zur Begründung von Verfügungen, ZBl 90, 1989, S. 137 ff.

Geltungsbereich der Garantien der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), ZBl 92, 1991, S. 333 ff.

Die Europäische Menschenrechtskonvention und die schweizerische Rechtsordnung, EuGRZ 18, 1991, S. 81 ff.

Die Schweiz und die Europäische Menschenrechtskonvention, Neues Handbuch der schweizerischen Aussenpolitik 1992, S. 277 ff.

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) im Wandel, in: RIKLIN/WILDHABER/WIL-LE (Hrsg.), Kleinstaat und Menschenrechte. Festgabe für G. BATLI-NER, Basel usw. 1993, S. 273 ff.

Praktische Probleme der Einreichung und Behandlung von Individualbeschwerden bei der Europäischen Kommission für Menschenrechte, AJP 1994, S. 13 ff.

Verbot der unmenschlichen Behandlung und Strafe (Art. 3 EMRK), in: THÜRER/WEBER/ZÄCH (Hrsg.), Aktuelle Fragen zur Europäischen Menschenrechtskonvention, Zürich 1994, S. 33 ff.

Probleme der Anwendung von Art. 6 Abs. 1 EMRK auf verwaltungs- und sozialgerichtliche Ver-fahren, AJP 1995 S. 163 ff.

„Strassburg“ und die schweizerische Strafrechtspflege, Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht 113, 1995, 279 ff.

Prozessvoraussetzungen von Beschwerden an die Europäische Menschenrechtskommission. Insbesondere die Erschöpfung schweizerischer Rechtswege, die Beschwerdeberechtigung und das Anfechtungsobjekt, AJP 1997, S. 990 ff.

Practices Developed by the Commission: Its Relationship with Governments, in: DE SALVIA/VILLIGER (Hrsg.), Liber Amicorum C.A. Nørgaard 1998, S. 333 ff.

Das 11. Zusatzprotokoll in der Praxis: Neuerungen für Parteien und Anwälte und Anwältinnen, SZIER 9, 1999, S. 79 ff.

EMRK und UNO-Menschenrechtspakte, in: THÜRER/AUBERT/MÜLLER (HRSG.), Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001, § 40.

Verfahrensgarantien – aus schweizerischer Sicht, in: MATSCHER (ed.), Erweitertes Grundrechtsverständnis. Internationale Rechtsprechung und nationale Entwicklungen – EGMR EuGH, Österreich, Deutschland, Schweiz, Kehl a.R. etc. 2003, 181 ff.

Der Vertrag über Verträge. Die Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969, Liechtensteiner Juristenzeitung, Januar 2004

Ausländerrecht und EMRK, in: B. EHRENZELLER (ed.), Rechtsentwicklungen im schweizerischen Ausländerrecht, St. Gallen 2004, 71 ff.

Articles 31 and 32 of the Vienna Convention on the Law of Treaties in the Case-Law of the European Court of Human Rights, in: BRÖHMER etc. (eds.), Internationale Gemeinschaft und Menschenrechte. Festschrift für Georg RESS, 2005, 317 ff.

Neuere Entwicklungen in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu Artikel 3 EMRK, in: D. THÜRER (ed.), EMRK: Neuere Entwicklungen, 2005, 61 ff.

The European Convention on Human Rights, in: ULFSTEIN/MARAUHN/ZIMMERMANN (Hrsg.), Making Treaties Work. Human Rights, Environment and Arms Control (2007) 70 ff.

The Principle of Subsidiarity in the European Convention on Human Rights, in: M.G. Kohen (Hrsg), Liber Amicorum LUCIUS CAFLISCH (2007) 623 ff.

The Separate Opinions of Judge Wildhaber in the Judgments of the European Court of Human Rights, in: L. CAFLISCH/M.E. VILLIGER et al, Liber Amicorum LUZIUS WILDHABER (2007) 507 ff.

Public Prosecutors and the equality of arms viewed from the perspective of the European Convention on Human Rights, Digesta Turcica 2007.

Die Entwicklung des Europäischen Menschenrechtsschutzes, dargestellt am Beispiel des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, Liechtenische Juristen-Zeitung 28 (2007) 3 ff;

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Zustandekommen, Bedeutung und Wirkungen, Zeitschrift für Schweizerisches Recht 127 (2008) I 453 ff.

Domestic Courts and the International Rule of Law – the Perspective of the European Court of Human Rights. Contribution at the first International Law in Domestic Courts Colloquium (Den Haag). Erscheint 2009.

(d) Mitverfasser


J.A. FROWEIN/M.E. VILLIGER, Constitutional Jurisdiction in the Context of State Powers. Report of the European Commission of Human Rights, Human Rights Law Journal 9, 1988, 23 ff.

E. FRIBERGH/M.E. VILLIGER, The European Commission of Human Rights, in: R. MACDONALD/F. MATSCHER/H. PETZOLD, The European System for the Protection of Human Rights, Dordrecht usw. 1993, 605 ff.

(e) Buchbesprechungen


The Vienna Convention on the Law of Treaties (I. SINCLAIR), in: Columbia Journal of Trans-national Law 23, 1985, 713 ff.

Introduction au droit des traités (P. REUTER), American Journal of International Law 81, 1987, 463 f.

Literaturübersicht zum Völkerrecht, ZSR 109, 1990 I, 505 ff.

Die politischen Volksrechte im Fürstentum Liechtenstein (M. BATLINER), in: Liechtensteinische Juristen-Zeitung, 15, 1994, S. 131 ff.

sowie zahlreiche Kurzbesprechungen in der Schweizerischen Juristenzeitung (SJZ) und in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

 

6. AKTUELLE FORSCHUNGSPROJEKTE

Subsidiarität im internationalen Menschenrechtsschutz (Buchprojekt) 3. Auflage des Handbuchs der EMRK im Schulthess Verlag/Zürich

 

7. MITGLIEDSCHAFTEN IN WISSENSCHAFTLICHEN VEREINIGUNGEN

American Society of International Law Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht Schweizerische Vereinigung für internationales Recht

8. HOBBIES

Langstreckenschwimmen
Zeitgeschichte. Politik. Zeitungen.
Geschichte der Architektur und der Kunst.
Romanische und gotische Kathedralen.
Griechische und römische Archäologie.