Doktorandenkolloquium

Kolloquium für Doktorierende und Habilitierende zum Thema Menschenrechte und der Zugang zu Existenzsicherung

Im Herbstsemester 2014 bietet das Kompetenzzentrum Menschenrechte der Universität Zürich (MRZ) sein zweites interdisziplinäres Kolloquium für Doktorierende und Habilitierende der Universität Zürich an. Es richtet sich an sämtliche interessierte Forschende, welche sich im Rahmen ihrer jeweiligen Disziplin mit Fragen der Existenzsicherung bzw. menschenrechtlichen Zusammenhängen im Allgemeinen befassen. Die Teilnahme steht zudem interessierten ZuhörerInnen offen.

Das Kolloquium bewegt sich vor dem aktuellen Hintergrund der menschenrechtlichen Garantien im Zusammenhang mit dem Zugang zu Existenzsicherung. Diese stellen einerseits die Wissen-schaft aufgrund ihrer Vielschichtigkeit, ihrer interdisziplinären Verknüpfung sowie der Frage nach der Justiziabilität vor grosse Herausforderungen. Andererseits ist dieser Themenbereich auch von hoher praktischer Aktualität: zu denken ist etwa an die abgelehnte eidgenössische Abstimmung über die Mindestlohninitiative im Mai 2014, die anstehende Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen, an die Diskussionen um Kürzungen im Bereich der Sozialhilfe, aber auch an die Kritik verschiedener Menschenrechtsorgane an der Schweiz im Zusammenhang mit der hohen Arbeitslosenquote von jugendlichen MigrantInnen.

Das eintägige Kolloquium wird unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Kaufmann und Dr. Christoph Good am 21. Januar 2015 in Zürich stattfinden.

Die mitwirkenden Doktorierenden und Habilitierenden verfassen in Vorbereitung auf das Kolloquium jeweils eine 10-seitige schriftliche Arbeit, die sie im Rahmen des Kolloquiums mittels einer 15-minütigen Präsentation zur Diskussion stellen. Die TeilnehmerInnen sind in der Themenwahl grundsätzlich frei, soweit ihr Arbeitsthema einen Bezug zum Kolloquiumsthema aufweist. Abgabetermin für die schriftlichen Arbeiten ist der 15. Dezember 2014.

Ergänzend zum Kolloquium führt das Kompetenzzentrum Menschenrechte im Herbstsemester 2014 die Veranstaltungsreihe „Menschenrechte und der Zugang zu Existenzsicherung“ durch (http://www.menschenrechte.uzh.ch/veranstaltungen.html):

7. Oktober 2014, 18.15 – 19.30 Uhr

wirtschaftliche und soziale Menschenrechte zwischen Eigenverantwortung und staatlichen Pflichten

Referenten: Bundesrichter Heinz Aemisegger und Prof. Dr. Zdzislaw Kedzia (Chairperson of the UN Committee on Economic, Social and Cultural Rights)

28. Oktober 2014, 18.15 – 19.30 Uhr

Jugendarbeitslosigkeit bei MigrantInnen

Referenten: Andre Monhart (Zürcher Amt für Jugendfragen und Berufsberatung) und Luca Cirigliano (Zentralsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund, und Vizepräsident Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendragen)

18. November 2014, 18.15 – 19.30 Uhr

Sanktionen in der Sozialhilfe

Referentinnen: Prof. Eva Maria Belser (Universität Fribourg) und NN (tbc)

25. November 2014, 18.15 – 19.30Uhr

Bedingungsloses Grundeinkommen / Basic Income and Human Rights

Referent: Jose Luis Rey Perez (Universidad Comillas, Madrid)

Der Besuch mindestens zweier Veranstaltungen ist für die TeilnehmerInnen des Kolloquiums verpflichtend. Die an den Abendanlässen aufgeworfenen Fragen können zudem im Rahmen des Kolloquiums wissenschaftlich vertieft behandelt werden.

Für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Veranstaltung werden für Doktorierende der Rechtswissenschaften 6 ECTS-Punkte vergeben. Die Anrechnung für Doktorierende anderer Disziplinen muss in Rücksprache mit den zuständigen Fakultätskoordinatoren geklärt werden. Grundlage für die Bewertung ist die Teilnahme am Kolloquium (schriftliche Arbeit, Präsentation und Diskussion) sowie der Besuch der Veranstaltungsreihe „Menschenrechtliche Fragen rund um Demenz“. Es werden keine Noten vergeben.

Falls Sie an einer Teilnahme interessiert sind, bitten wir Sie um elektronische Anmeldung (verbindlich) bis am 5. Oktober 2014 an  info@menschenrechte.uzh.ch. Gerne werden wir Ihnen den Ort und die weiteren Angaben nach Eingang der Anmeldungen mitteilen. Bei Überschreiten der verfügbaren Platzzahl werden die zuerst eingegangenen Anmeldungen bevorzugt berücksichtigt. Wir würden uns sehr freuen, Sie in unserem Kolloquium begrüssen zu dürfen, und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.