NMUN 2012

Unsere Delegation, bestehend aus 16 Master- und Bachelor-Studierenden der Rechtswissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät, hat an der National Model United Nations 2012 in New York den Libanon vertreten.

Von Links nach Rechts: Milan Marquard, Manuel Baumberger, Dominique Keller, Nicolas Zahn, Larissa Steiner, Silvio Breu, Amanda Märkli, Yannick Jäncke, Sarah Mor, Regina Surber, Anina Dalbert, Selina Staub, Magdalena Boskic, Tassio Suter, Selina Many, Prof. Hans Rudolf Trüeb, Joël Zängerle, Antoine Schnegg.

Erfahrungsbericht National Model United Nations 2012 in New York

Bei einer Model United Nations (MUN) handelt es sich um eine Simulation der United Nations (UN). Während fünf Tagen im April dieses Jahres haben über 2000 junge Menschen aus aller Welt im Marriott Marquis in New York die Arbeit der UN nachgeahmt. Wir durften in dieser Zeit Diplomaten sein, die Interessen der von uns repräsentierten Länder vertreten, debattieren und Resolutionen ausarbeiten. Ihren abschliessenden Höhepunkt fand die NMUN an ihrem letzten Tag im Hauptgebäude der UN. Dort war es uns möglich im Security Council, in der General Assembly Hall und im Economic and Social Council zu sitzen und über die von uns ausgearbeiteten Resolutionen abzustimmen.

Die Delegation der Universität Zürich, bestand aus 16 Studenten der Politik- und Rechtswissenschaften, welche in einem strengen Bewerbungsverfahren ausgewählt wurden. In acht Zweierteams repräsentierten die Studierenden den Libanon und waren mit der Aufgabe betraut, die Interessen des Libanon in den verschiedenen Komitees hinsichtlich bestimmter Themen zu vertreten. Die Vorbereitungen für unseren grossen Auftritt in New York erfolgten im Vorfeld durch persönliche Recherche und vier Vorbereitungstage in der Kanzlei Walder Wyss in Zürich. Diese Vorbereitungstage und die anschliessende Konferenz in New York wurden im Rahmen eines Seminars der Universität Zürich unter der Leitung von Frau Prof. Christine Kaufmann und Herrn Prof. Hans Rudolf Trüeb durchgeführt.

Wenn jemand nach dem Höhepunkt der Woche an der NMUN fragt, dann gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Die NMUM ist vielmehr ein Feuerwerk an Höhepunkten. Einer davon war unser Besuch der Ständigen Vertretung der Schweiz. Dort habens uns der schweizerische UN-Botschafter Paul Seger und sein libanesischer Kollege Botschafter Nawaf Salam in empfangen, und wir durften in angenehmer Atmosphäre ihren Erfahrungsberichten lauschen, ihnen Fragen stellen und anschliessend einen gemeinsamen Lunch geniessen.  Der UNO Generalsekräter Ban Ki-moon hielt in seiner Mitteilung zur diesjährigen NMUN fest: “By participating in this Model United Nations, you will hone your negotiating skills and gain insights into what it takes to achieve consensus and progress.“ Jedoch ermöglicht einem die Teilnahme an einer NMUN weitaus mehr als nur eine Verbesserung des Verhandlungsgeschicks und einen Einblick in die Erzielung von Konsens und Fortschritt. Eine Teilnahme an der NMUN ist eine bereichernde und grossartige Erfahrung. Man trifft auf Studierende aus aller Welt, erhält die Möglichkeit weltpolitische Themen zu diskutieren und diplomatische Prozesse durchzuspielen. Man sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, sich in die Sichtweisen eines fremden Landes einzuarbeiten und dessen Interessen auch dann bestmöglich zu vertreten, wenn diese den eigenen zuwiderlaufen. Man wächst dabei über sich hinaus und lernt etwas für’s Leben.

Für mich persönlich ist die Teilnahme am diesjährigen NMUN eine der schönsten und bereicherndsten Erfahrungen überhaupt gewesen. Aber nicht nur ich, sondern auch alle anderen Studierenden der Delegation der Universität Zürich sind dankbar für die Teilnahmemöglichkeit an der NMUN und die damit einhergehenden Erlebnisse. Unseren Dank widmen wir Frau Prof. Kaufmann und Herrn Prof. Trüeb für das tolle Seminarangebot, den Head Delegates Antoine Schnegg und Nicolas Zahn für ihren unermüdlichen Einsatz vor und während der Konferenz und den Sponsoren für die finanzielle Unterstützung, ohne die einige von uns nicht hätten am Seminar teilnehmen können.

Magdalena Boskic

Sponsoren:

Stiftung für juristische Lehre und Forschung