Frühlingssemester 2014

Zwischen globalisierter Handelsfreiheit und entgrenzter Menschenrechtsverantwortung - Völkerrechtsseminar zum Spannungsverhältnis von Menschenrechten und Wirtschaft

Prof. Dr. Erika de Wet, LL.M (Harvard)

Dr. iur. Christoph Good

Ziel der Veranstaltung ist die Aufarbeitung der völkerrechtlichen Rahmenbedingungen für die Wechselwirkung zwischen internationalem Wirtschaftsrecht und Menschenrechten. Das Verhältnis der zwei Bereiche wird einerseits gekennzeichnet von einer Symbiose zwsichen freiem Handel und den wirtschaftlichen Menschenrechten wie beispielsweise der Eigentumsgarantie. Andererseits verdeutlichen menschenrechtliche Tragödien wie der jüngste Textilfabrikbrand in Bangladesch, die systemische Kinderarbeit in der Kakaogewinnung in der Elfenbeinküste oder die forcierten Umsiedlungen indigener Völker im Zuge des geplanten Tampakan-Minenprojekts auf den Philippinen das Spannungsfeld zwischen freiem Handel und Menschenrechten. Die Art und Weise in der das Völkerrecht dieses von Widersprüchen gekennzeichnete Verhältnis zu regulieren versucht, wird anhand von Entscheidungen internationaler Gerichte und Institutionen (UN, OECD, EU, IFC etc.) erläutert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den aktuellen Umsetzungsbemühungen im Zuge der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, wobei sowohl die Abgrenzung der menschenrechtlichen Verantwortlichkeiten zwischen den Staaten und Unternehmen, als auch der Zugang zu Wiedergutmachungsmechanismen thematisiert werden.

Von den TeilnehmerInnen wird erwartet, dass sie vorgängig eine Seminararbeit (max. 15-20 Seiten) verfassen und diese im Rahmen der Veranstaltung präsentieren. Zudem ist eine aktive Teilnahme an der Diskussion erforderlich.

Eine ausführliche Themenliste wird im Rahmen der Kick-Off Veranstaltung präsentiert. !!! Achtung !!! Die Kick-Off Veranstaltung findet neu am 07. Oktober 2013 von 13 - 14.00 Uhr im Raum KOL-G-212 statt!!

Das Seminar findet als Blockveranstaltung am 2./3. Mai 2014 in Zürich statt.

Bei allfälligen Fragen können Sie gerne Dr. Christoph Good (christoph.good@uzh.ch) kontaktieren.